{"id":34,"date":"2011-08-23T11:24:25","date_gmt":"2011-08-23T11:24:25","guid":{"rendered":"http:\/\/53806452.swh.strato-hosting.eu\/woerterbuch\/blog\/\/?page_id=34"},"modified":"2012-02-13T16:54:34","modified_gmt":"2012-02-13T16:54:34","slug":"information","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.xn--nicht-dazugehren-ywb.de\/blog\/information\/","title":{"rendered":"Informationen"},"content":{"rendered":"<div><span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: bold; color: #000000;\">Wer bin ich?\u00a0Wo bin ich, wo ist die Gruppe?\u00a0Will ich dazu geh\u00f6ren? Geh\u00f6re ich dazu? Bin ich so, weil mir jemand sagt, dass ich so bin? Kann ich so sein, wie ich sein m\u00f6chte? Lasse ich andere dazugeh\u00f6ren?<\/span><\/div>\n<div><span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: bold;\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"color: #000000; font-weight: normal;\"><span style=\"color: #000000;\">Wir sind ein Team von K\u00fcnstlerInnen der Bereiche Schauspielerei, Fotografie, Musik und freier Kunst. Entlang der eingangs formulierten Fragen f\u00fchren wir bis zum Mai 2012 Workshops mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verschiedener Berliner Bezirke durch. Bindeglied unserer Arbeit bildet das partizipatorische Kunstprojekt\u00a0<em>Das W\u00f6rterbuch vom {Nicht-} Dazugeh\u00f6ren\u00a0<\/em>geleitet von Sigrun Drapatz und Mona Jas<em>, <\/em>gef\u00f6rdert vom Berliner Projektfonds f\u00fcr Kulturelle Bildung. Das Projekt f\u00fchrten wir in der Auseinandersetzung mit dem Ausstellungsvorhaben\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.reconsidering-roma.de\">Reconsidering Roma \u00e2\u20ac\u201c Aspects of Roma and Sinti-Life in Contemporary Art<\/a><\/em>, kuratiert von Lith Bahlmann und Matthias Reichelt\u00a0<\/span><a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a>,\u00a0durch. <span style=\"color: #000000;\">Die Ausstellung m\u00f6chte die Darstellung von Sichtweisen auf Sinti und Roma in den Medien \u00fcberpr\u00fcfen und auch Bezug auf die gegenw\u00e4rtige und historische Situation der Roma in Europa nehmen<\/span>\u00a0<a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a>. <\/span><\/span><span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: bold; color: #000000;\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: normal;\"><strong>F\u00fcr uns stellte sich die Frage<\/strong>, wie wir zu diesem Thema arbeiten k\u00f6nnten, ohne dabei g\u00e4ngige Klischees zu best\u00e4tigen. <em>Das W\u00f6rterbuch vom {Nicht-} Dazugeh\u00f6ren<\/em> thematisiert daher das Gestalten und Ver\u00e4ndern des Denkens durch eigene Definitionen.<\/span><\/span><\/div>\n<div><span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: bold; color: #000000;\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: normal;\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-size: 16px; line-height: 24px;\"><strong>In jeder der insgesamt drei teilnehmenden Schulklassen<\/strong> legten wir ein Projekttagebuch an, das die in den Workshops auftretenden Begriffe sammelt. Diese Materialsammlung bildete den Grundstock des W\u00f6rterbuchs, welches als offenes Online-Projekt in der Ausstellung <em>Reconsidering Roma &#8211; Aspects of Roma and Sinti Life in Contemporary Art<\/em> im November 2011 eine Plattform erhielt und dort von deren BesucherInnen weitergeschrieben werden konnte.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: bold; color: #000000;\">Projektleitung:<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000000;\">Sigrun Drapatz \/ Mona Jas<\/span><\/div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.kunstraumkreuzberg.de\/prog_2.html\">www.reconsidering-roma.de <\/a> (abgerufen am 30.08.2011)<\/div>\n<div><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> &#8222;&#8220;Seit Jahrhunderten ist das Volk der Sinti und Roma (&#8230;) Gegenstand und Objekt der Beschreibung vor allem durch &#8222;&#8220;Nicht-Roma&#8220;&#8220;. Stereotype &#8222;&#8220;Zigeuner&#8220;&#8220;<sup>(2)<\/sup>-Darstellungen geben einfache Antworten auf komplizierte Sachverhalte, eine differenzierende Wahrnehmung von kultureller Diversit\u00e4t innerhalb der Sinti und Roma-Gruppierungen ist dabei nicht vorgesehen. Die bereits im fr\u00fchen 15. Jahrhundert entstandenen antiziganistischen Stereotypen haben nichts von ihrer Wirkungsmacht verloren. (&#8230;) Denn im Wandel der europ\u00e4ischen Ordnungssysteme richtet sich der zunehmende Hass nicht auf abstrakte (Zerr-)Bilder, sondern auf reale Menschen. Die xenophoben Auftritte der rechtsextremen und militanten &#8222;&#8220;B\u00fcrgerwehren&#8220;&#8220; in den St\u00e4dten und Gemeinden Ungarns kn\u00fcpfen auf fatale Weise allt\u00e4glich an die Pogromstimmung des NS-Regimes an, die dem Holocaust an den Sinti und Roma vorangegangen war. Der akute Antiziganismus z\u00e4hlt zu einem der virulentesten Ressentiments mit langer Tradition. Auch aus Deutschland und den anderen Mitgliedsstaaten der EU sind gewaltsame \u00dcbergriffe gegen Roma zu vermelden.&#8220;&#8220;, schreibt Lith Bahlmann in der Einf\u00fchrung des begleitenden Ausstellungskatalogs.<br \/>\n(2) Der Begriff &#8222;&#8220;Zigeuner&#8220;&#8220;, der von einigen Roma sogar eine affirmative Verwendung findet, wird in der gesamten Publikation als Fremdbezeichnung, die von rassistischer Zuschreibung untrennbar ist, vermieden. Gerade vor dem Hintergrund des Genozids an den Roma und Sinti im deutschen Faschismus und des von den Nazis benutzten Terminus &#8222;&#8220;Zigeuner&#8220;&#8220; scheidet dieser Begriff aus. In der vorliegenden Publikation wird er nur in distanzierenden Anf\u00fchrungszeichen und auch nur dann verwendet, wenn die Benennung des diskriminatorischen Terminus selbst unumg\u00e4nglich ist.<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer bin ich?\u00a0Wo bin ich, wo ist die Gruppe?\u00a0Will ich dazu geh\u00f6ren? 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